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beim maßstabsgetreuen Blick auf die Eisenbahnerstadt... |
AALEN
Im vergangenen Oktober konnten die EFA ihre neue Ausstellungshalle eröffnen,
jetzt erstrahlt das gesamte Bahnhofsareal des früheren "Schätterebahnhof´s"
in neuem Glanz. 48 Mitglieder hat der rührige Verein, von denen 15
vornehmlich in die Sanierungsarbeiten eingebunden waren. Vorsitzender
Werner Seizer brachte Stolz und Freude auf den Punkt: "Der alte
Schätterebahnhof ist heute eine Freude".
Eine Freude war der Besuch des Sommerfests der EFA auch für die
Aalener Polit-Prominenz. Neben OB Ulrich Pfeifle gaben sich die Bürgermeister
Dr. Eberhard Schwerdtner und Manfred Steinbach, Stadtkämmerer
Siegfried Staiger sowie die Gemeinderäte Ute Hommel und Hans-Jörg Stützel
die Ehre. "Das deutet darauf hin", so Pfeifle, "dass
hier etwas Besonderes stattfindet".
Das Besondere ist, dass der Eisenbahnfreunde Aalen e. V ein durch und
durch Aalener Verein ist - "nicht austauschbar" wie Pfeifle
betont. Denn wie keine zweite Stadt in Ostwürttemberg wurde Aalen
durch die Eisenbahn geprägt. Erst durch die Remsbahn und später die
Härtsfeldbahn sei der wirtschaftliche Aufschwung der einst freien
Reichsstadt möglich gewesen. Aalen wurde Verkehrsknotenpunkt, hinzu
kam das große Reichsausbesserungswerk. "Eisenbahn und Aalen gehören
zusammen", unterstreicht Pfeifle. Großes Lob sprach er den EFA
aus, welche diesen Teil der Geschichte bewahren.
Noch größer war das Lob des Stadtoberhaupts jedoch angesichts des Schätterebahnhof´s. Die Stadt ist Eigner der Immobilie und die hat, so
Pfeifle, "lange vor sich hingegammelt". Froh sei man
gewesen, als die Eisenbahnfreunde ein Auge drauf geworfen hatten,
"aber wir konnten uns nicht vorstellen, dass ein Verein so viel
Kraft aufbringen würde". So wünschte das scheidende
Stadtoberhaupt den EFA, dass noch "massenweise neue Mitglieder
eintreten". Für sich selbst schloss Pfeifle nicht aus
"vielleicht künftig als Rentner zum Spielen zu kommen".
Aalens jüngstes Museum
"Im Prinzip ist alles ein Museum", erklärt Vorsitzender
Werner Seizer. In der Ausstellungshalle ist nach originalen Plänen
und Bildern eine Momentaufnahme des Aalener Bahnhofs mit Gleisen und
umliegenden Gebäuden entstanden. "Hier läuft kein Wagen, der
nicht in die Zeit passt", versichert Seizer. Und vor der alten
Marienkirche feiert eine Hochzeitsgesellschaft. Die Zeit um 1965 wurde
gewählt, weil damals die Dampf-Epoche zu Ende ging - die HO-Anlage läuft
ganz ohne Oberleitungen.
Im Schätterebahnhof ist in der früheren Bahnhofshalle das
Vereinsheim - hier treffen sich die Mitglieder jeden Donnerstag um 20
Uhr. Im zweiten Obergeschoss ist die Werkstatt des Vereins, der auch
als Jugendraum dient. Und dazwischen liegt Aalens jüngstes Museum.
Beraten von Stadtarchivar Dr. Roland Schurig haben die
Eisenbahnfreunde zwei Räume eingerichtet, thematisch getrennt nach
Bundesbahn und Härtsfeldschättere. 34 Gruppen haben den Schätterebahnhof
bereits besichtigt - wer selbst Interesse hat, ist bei vorheriger
Anmeldung bei den Eisenbahnfreunden Aalen immer willkommen.
Ehrungen
Für 20 Jahre Mitgliedschaft bei den EFA wurden geehrt: Michael
Altinger, Jürgen Schwarz, Werner Seizer, Hans Weiß, Otto Willaczek,
Heinz Rickmann und Werner Botsch. Für 10 Jahre wurden geehrt: Thomas
Bauer, Jochen Buck, Hannes Heimann, Theodor Püll, Michael Schrimpf
und Jürgen Schaff.
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